72 Stunden in Los Angeles für Kunstliebhaber

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"Urban Light" at LACMA

In der blühenden Kunstszene von Los Angeles, die für die Besucher bereits mit dem Public Art and Exhibitions Program am Los Angeles International Airport (LAX) beginnt, ließe sich leicht ein ganzes Leben verbringen. Sie haben nur wenige Tage? Kein Problem, denn auch in kurzer Zeit können Sie eintauchen in die Kultur, von klassischer bis zeitgenössischer Kunst bis hin zu Musik, Tanz und Küche.

Hotel

Tag 1: Hotel Wilshire



Nehmen Sie sich ein Zimmer im Hotel Wilshire, einer urbanen Oase mit besonderem Service wie etwa einem Spa-Angebot im Zimmer und Gratis-Fahrrädern. Die Dachterrasse des Hotels ist eine Attraktion für sich, die Sie mit einem Frühstück oder einer Yoga-Klasse am Pool entdecken können. Genießen Sie den Sonnenuntergang während der Wine Hour und essen Sie anschließend im Restaurant The Roof on Wilshire zu Abend, in dem Starkoch Eric Greenspan amerikanische Bistroküche anbietet. Einige Museen entlang der berühmten Museum Row von Los Angeles lassen sich zu Fuß erreichen, wie etwa das Petersen Automotive Museum, das auf drei Etagen historische Autos präsentiert.

Tag 1: LACMA



Unweit des Hotel Wilshire beginnt Ihr Kunsterlebnis mit dem Los Angeles County Museum of Art (LACMA) sprichwörtlich am Boden, denn auf dem Resnick North Lawn befindet sich Michael Heizers „Levitated Mass“, ein 340 Tonnen schwerer Granitmegalith auf einem 139 m langen Spalt. Vor dem BP Pavilion ist mit Chris Burdens „Urban Light“ seine bereits klassische Installation aus 202 leuchtenden alten Straßenlaternen zu sehen. Im Museum finden sich die Werke zahlreicher anderer großer Künstler wie etwa von Alexander Calder und David Hockney. Eine bei Jung und Alt beliebte Ausstellung ist Chris Burdens „Metropolis II“, eine kinetische Skulptur mit Modellautos, die entlang eines komplizierten Straßensystems fahren. Im LACMA finden auch immer wieder Reihen mit Filmen und Livemusik statt. Gleich neben dem LACMA bei den La Brea Tar Pits gelegen ist das Page Museum.

Tag 1: Ray's & Stark Bar



Hier wird Fladenbrot direkt aus dem Holzofen an den Tisch serviert und wenn Sie mediterrane Küche lieben, wird für Sie kein Weg an diesem Restaurant im LACMA vorbeiführen. Die Reihe „Cur-ATE” kombiniert die Küche mit besonderen Ausstellungen.

Tag 1: Getty Center



Das weltberühmte Getty Center auf einem Hügel oberhalb von Brentwood gelegen ist ein Muss für jeden Architektur-Fan. Eine Tram transportiert die Besucher hoch hinauf über die Stadt. Allein die Gärten des Museums und der Blick sind Kunstwerke für sich. Im Museum selbst werden Gemälde, dekorative Kunst, Fotografie und Plastiken vom 19. bis 21. Jahrhundert ausgestellt. Auch zum Mittagessen brauchen Sie das Museum nicht zu verlassen, denn The Restaurant at the Getty Center bietet eine Vielzahl von Gerichten für jeden Geschmack, die zuweilen sogar thematisch mit besonderen Ausstellungen abgestimmt werden. Informieren Sie sich zudem über die oft abends stattfindenden Performances und Veranstaltungen mit Livemusik.

Tag 2: MOCA



Downtown L.A. ist Ihre Kunstdestination am zweiten Tag. Hier befindet sich an der Grand Avenue ein Standort des Museum of Contemporary Art (MOCA), wo mehr als 6.800 Werke des abstrakten Expressionismus, des Minimalismus, der Pop Art, der Konzeptkunst und der Postmoderne gezeigt werden. Das MOCA erstreckt sich über drei Standorte: das Hauptgebäude an der Grand Avenue, The Geffen Contemporary im MOCA in Little Tokyo und das MOCA Pacific Design Center in West Hollywood

Tag 2: Geffen Contemporary



Nur wenige Minuten vom MOCA Grand Avenue entfernt im historischen Viertel von Little Tokio erwarten den Besucher im Geffen Contemporary des MOCA weitere visuelle Leckerbissen. Das Gebäude diente einst als Depot für Polizeifahrzeuge, bevor es Architekt Frank Gehry auf magische Weise transformierte.

Tag 2: Mo-chica



Die moderne peruanische Küche im Mo-chica ist eine Kunst für sich. Der aus Lima gebürtige Chefkoch Ricardo Zarate serviert zwischen Grafitti-Kunst und Ekeko-Puppen peruanische Spezialitäten mit modernem Touch. Anschließend empfiehlt sich ein Spaziergang durch Downtowns Gallery Row und Galerien wie Redcat, CB1 Gallery, Machine Inspired Art, Fold Gallery & Curio Shop, GR Space und vieles mehr. Wenn Sie nach alledem noch mehr Lust auf Kunst haben, können Sie zum Downtown LA Art Walk wieder kommen, der jeden zweiten Donnerstag des Monats stattfindet.

Walt Disney Concert Hall at the Music Center

Tag 2: Walt Disney Concert Hall



Dieses berühmte von Frank Gehry geplante Gebäude ist die Heimstätte der Los Angeles Philharmoniker, das gemeinsam mit ihrem Chefdirigenten Gustavo Dudamel für den perfekten Klang sorgt. Auch nach den Feierlichkeiten zum 10-jährigen Bestehen 2014 gibt es hier zahlreiche Höhepunkte, wie etwa das TchaikovskyFest oder Uraufführungen neuer Werke bekannter Komponisten wie Andrew Norman. Falls es Ihre Zeit erlaubt, sollten Sie sich die einstündige Führung (wahlweise mit Audioguide) durch das architektonische und akustische Wunderwerk nicht entgehen lassen.

Tag 2: Patina



Mittags können Sie im Patina einkehren, das praktischerweise in der Walt Disney Concert Hall gelegen ist. Im Flaggschiff-Restaurant der Patina Restaurant Group erreicht Joachim Splichal mit seiner preisgekrönten Küche ungeahnte Höhen, wobei dieselben köstlichen Gerichte angeboten werden, die den ausgezeichneten Ruf des Patina begründeten.

Tag 3: Getty Villa



Der dritte Tag beginnt in der Getty Villa in Pacific Palisades. Sie wurde der Villa dei Papiri in Herculaneum (Italien), einem römischen Landhaus aus dem ersten Jahrhundert, nachempfunden. Die Getty Villa beherbergt eine Sammlung von 44.000 griechischen, römischen und etruskischen Objekten, die von 7000 Jahren Geschichte vom Ende der Steinzeit bis zum Fall des römischen Reichs zeugen. Zu den Schätzen des Museums zählt der Lansdowne Herakles, der eines der bekanntesten in L.A. gezeigten Kunstwerke ist und als eine der bedeutendsten Plastiken des antiken Rom gilt.

Hammer Museum 1

Tag 3: Hammer Museum



In Westwood Village unweit der UCLA gelegen befindet sich im Hammer Museum eine permanente Sammlung, die Gemälde von Meistern wie Rembrandt, Cezanne, Pissaro, Monet und van Gogh umfasst, aber auch das berühmte Portrait von John Singer Sargent, „Dr. Pozzi at Home“. Das Hammer Museum ist auch bekannt für seine beeindruckende Sammlung zeitgenössischer Kunst und präsentiert zudem häufig erfolgreiche Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Bis Oktober 2014 lief die alle zwei Jahre stattfindende Ausstellung „Made in L.A.“ Diese erstreckte sich über das gesamte Museum und zeigte Werke von 35 Künstlern aus Los Angeles mit einem Schwerpunkt auf junge oder unterschätzte Künstler. Der Eintritt zu sämtlichen Ausstellungen und Programmen, die alle öffentlich zugänglich sind, ist frei.

Tag 3: Ammo im Hammer Museum

Das Restaurant AMMO im Hammer Museum verfügt über große Glasflächen und Stahltore, die sich zum Innenhof mit Bäumen öffnen lassen. Zu Mittag bietet das AMMO als „meal de resistance” hauptsächlich Sandwiches und Salate. Zum verlockenden Angebot zählen auch ein mit Fontina-Käse gegrilltes Sandwich, geschmorte Winterendivie und Chili oder ein gebratenes Kabocha-Stew mit einer Kreuzkümmel-Joghurt-Sauce.

Tag 3: MUSEUM OF TOLERANCE



Das Museum of Tolerance (MOT) ist der pädagogische Arm des Simon Wiesenthal Centers, einer international anerkannten jüdischen Menschenrechtsorganisation. Als einziges Museum seiner Art weltweit möchte das MOT seine Besucher dazu herausfordern, den Holocaust sowohl in historischem, als auch zeitgenössischem Kontext zu verstehen und damit sämtlichen Formen von Vorurteilen und Diskriminierung in unserer heutigen Welt zu begegnen. In der aktuellen Ausstellung „Anne“ wird außergewöhnlich intensiv über Leben und Erbe der Anne Frank berichtet. Ihre mit eigenen Worten erzählte Geschichte erwacht anhand von seltenen Objekten, einzigartigen Dokumenten und Fotografien so zu neuem Leben.

Tag 3: ANNENBERG SPACE FOR PHOTOGRAPHY



Der Annenberg Space for Photography befindet sich im Century Park in Century City. Diese Kulturdestination widmet sich in intimer Umgebung sowohl der digitalen, als auch analogen Fotografie. Das Museum verfügt über modernste, hochauflösende Digitaltechnologie, aber auch über traditionelle Fotoprints von einigen der weltweit bekanntesten Fotografen sowie einer Auswahl an aufstrebenden Fotografie-Talenten. Die beliebte Vortragsreihe „Iris Nights” ist ein bei freiem Eintritt öffentlich zugängliches Programm, wofür man jedoch nach dem „first-come, first-served“-Prinzip online Karten reservieren muss. Die Vorträge werden meist in Kombination mit den laufenden Ausstellungen und von den ausstellenden Fotografen oder bekannten Experten und Gastkünstlern gehalten. Die Iris Nights finden jeweils donnerstags von 18.30-20.00 in den Skylight Studios, direkt gegenüber dem Park vor dem Museum, statt.

Tag 3: CRAFT LOS ANGELES



Craft Los Angeles ist ein weiteres verborgenes Schmuckstück, das sich nur einen kurzen Spaziergang vom Annenberg Space for Photography entfernt befindet. Die L.A.-Außenstelle von Tom Colicchios Craft Restaurant-Gruppe ist ein Musterbeispiel für amerikanisch-europäische Klassiker in Perfektion. Die Speisekarte ist in Gruppen von Nahrungsmitteln und deren Zubereitungsarten unterteilt und stellt jeden der lokalen Betriebe vor, aus denen die Zutaten stammen. Das Craft ist bei in der Nähe arbeitenden Geschäftsleuten beliebt, eignet sich aber auch für ein edles Dinner.